Spaziergang im MärzNach Briefen und Telefonaten schritten wir zu Taten. Am Bahnhof Pankow: Hinz und Kunz. Doch wir fanden uns. Wir waren mutig und stark und trotz Gefahr von Regen, gingen wir zum Bürgerpark Uns zu bewegen. Ehrenmal und Friedhof fanden wir doof. Wir waren heiter und gingen weiter. Bis zur Schönholzer Heide gingen wir beide und setzten uns bei lauer Brise mit Alukissen auf die Wiese. Wir genossen die Sonne, es war eine Wonne, und nahmen ein Eichhorn aufs Korn. Gänse am Himmel flogen trotz Vogelpest, wie immer gezogen von Liebe und Nest. Wir erzählten vom Wandern durch die Welt und was uns sonst noch so gefällt. Und wo wir gewesen waren in den vergangenen Jahren. Wir tranken Pfefferminztee und sahen den hoffentlich letzten Schnee aus diesem kalten Winter und redeten über Kinder. Und plötzlich waren wir wieder dort wo wir zuerst uns gesehen, Bahnhof Pankow am Ort, und mussten gehen. Wäre das Leben ein Rosenheim, ginge es nach diesem Reim: Am letzten Sonntag im März verloren wir unser Herz. Doch wer weiß, was die Zukunft bringt, was das Schicksal uns singt. Ob wir uns lieben oder nicht, es bleibt dieses Gedicht. |
||